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Bitteres Doppelspiel-Wochenende – SV Hahnbach verliert Spitze an Dachau

| Mira Sperber | Damen 1

Für die Volleyballerinnen des SV Hahnbach endete das lange Heimspiel-Wochenende mit gemischten Gefühlen. Nach einer kämpferischen Leistung gegen den ASV Dachau und einer unerwartet deutlichen Niederlage gegen den TSV Eiselfing rutschte der SVH von der Tabellenspitze auf Rang zwei ab.

Das Topspiel am Samstag gegen den ASV Dachau bot alles, was ein Spitzenduell ausmacht: lange Ballwechsel, starke Abwehraktionen und ein emotionaler Schlagabtausch zweier Teams auf Augenhöhe. Hahnbach startete mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme, musste jedoch bis zur Satzmitte einem Rückstand hinterherlaufen. Erst in der Schlussphase gelang es, mit viel Willen und konsequenter Defensive das Blatt zu wenden – der SVH holte sich Satz eins.

Doch Dachau antwortete eindrucksvoll. Mit einem starken Blockspiel und kompromissloser Feldabwehr setzten die Gäste die Hahnbacher Angreiferinnen erheblich unter Druck. Der SVH fand kaum Lösungen, viele Angriffe blieben hängen oder wurden von Dachau entschärft. Die Sätze zwei und drei gingen jeweils klar mit 25:17 an den ASV.

Im vierten Satz schien das Spiel bereits entschieden: Hahnbach lag schnell mit 4:11 zurück. Doch das Team zeigte Moral, kämpfte sich Punkt um Punkt heran und ging schließlich sogar in Führung. Das eigene Blockspiel stabilisierte sich deutlich, mehrere starke Aktionen brachten die Halle zum Beben. Dennoch gelang es trotz mehrerer Satzbälle nicht, den Durchgang zu schließen. Dachau verteidigte überragend und sicherte sich den Satz mit 30:28 – und damit den Sieg. Trainer Mathias Mende zeigte sich trotz der 1:3-Niederlage zufrieden: „Die Mannschaft hat Moral bewiesen. Eine Punkteteilung wäre absolut gerecht gewesen.“

Am Sonntag folgte jedoch die große Ernüchterung. Gegen den TSV Eiselfing, für Hahnbach im Vorfeld eine weitgehend unbekannte Mannschaft, setzte es eine überraschend deutliche 0:3-Heimniederlage. Dabei begann der erste Satz vielversprechend: Mit druckvollen Aufschlägen und starken Angriffen erspielte sich der SVH eine Acht-Punkte-Führung. Doch plötzlich kippte das Momentum. Eiselfing drehte auf, während Hahnbach den Faden verlor. Angriffe fanden kaum noch den Weg ins gegnerische Feld, und selbst Bälle, die die sonst so sichere Abwehr zuverlässig abwehrt, landeten unerreichbar im Feld. Statt eines Satzgewinns vergab der SVH seinen Satzball – Eiselfing dagegen verwandelte zum 27:25.

Der verlorene Satz steckte sichtbar in den Köpfen. Im zweiten Durchgang agierten die Hahnbacher Angreiferinnen vorsichtiger, das Selbstvertrauen war weg. Eiselfing nutzte das konsequent aus. Gleich zwei direkte Aufschlagpunkte gegen die normalerweise äußerst stabile SVH-Annahme entschieden den Satz zum 25:21 für die Gäste.

Im dritten Satz warf Hahnbach noch einmal alles hinein. Doch Eiselfing spielte nun wie im Rausch: Die Gäste überzeugten mit starker Abwehrarbeit, einer kaum zu stoppenden, äußerst athletischen Außenangreiferin und beeindruckender Angriffssicherung. Fast jeder Ball blieb im Spiel – und fand am Ende den Weg ins Hahnbacher Feld. Mit 25:19 besiegelte Eiselfing die 0:3-Niederlage des SVH.

Mit nur einem gewonnenen Satz aus zwei Spielen verliert der SV Hahnbach die Tabellenführung an den ASV Dachau. Das Team muss die Enttäuschung nun schnell verarbeiten, denn schon nächste Woche geht es darum, erneut in heimischer Halle gegen Tiefbach wieder Stabilität zu finden – und die eigenen Stärken, die zuvor wochenlang für Erfolge sorgten, zurück auf das Feld zu bringen.